Gewalt- und Drogenverherrlichung, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus - all das lässt sich momentan mit Rap, der zurzeit bedeutensten und kommerziell erfolgreichsten "Disziplin" der Hip Hop Kultur und der gesamten Jugendkultur in Deutschland, durchaus in Verbindung setzen.


Doch es gibt auch andere Begrifflichkeiten, die seit je her grundlegende Bausteine dieser künstlerischen Stilrichtung sind: Toleranz, Neugierde, Kreativität, Wettstreit, Selbstbewusstsein, Gleichberechtigung.

Mit den positiven wie den negativen Attributen des Hip Hop haben sich die SchülerInnen der 10. Klasse ein Schuljahr lang auseinander gesetzt. 

Nicht das Erreichen eines spezifischen künstlerischen Zieles stand im Vordergrund, sondern der Weg. Die Beschäftigung mit der eigenen Person, das Hinterfragen der Idole, das Kennenlernen von neuen Ausdrucksmöglichkeiten - all das im Sinne eines Hip Hops, der gedacht ist als die Formulierungen eines selbstbewussten Individuums im Kreise einer Gemeinschaft.

Immer wieder lautete die Frage an die Schüler/innen: WER? BIST? DU?
Und so verschieden die Persönlichkeiten dieser jungen Menschen sind, so variantenreich präsentiert sich ihre Kunst. Vom Graffiti auf Papier zu Zeichnungen frei nach Basquiat. Filigran geschmückte Torten neben derben Battle-Rap Texten. Textanalysen begegnen koreanischer Kalligraphie. Kubistische Skulpturen treffen auf Modedesign.

Wir diskutierten, hörten einander zu, schrien und stritten auch manches Mal, lachten oft und weinten selten, probierten viel aus und verwarfen manches um wieder neu zu beginnen und hier und da auch mal denkend abzuzweigen. 

Vor allem haben die Schüler/innen unermüdlich versucht, diesen einen großen Fall zu lösen: WER? BIN? ICH?

Über Hip Hop und Rap im Speziellen lässt sich aktuell zu Recht kontrovers diskutieren. Doch wie immer wenn es um kreative Ausdrucksmöglichkeiten geht, sind die Nuancen das Entscheidende. 

Wir haben versucht, alle Seiten zu beleuchten. Möglichst unvoreingenommen und  immer kritisch. Wir haben uns unseres eigenen intellektuellen und ästhetischen Verstandes bedient, um schließlich, und wenn auch nur für einen Moment, sagen zu können: 
ICH! BIN! DA!
 
 
 
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Verlassen des Schulgeländes während der Mittagspause

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 können mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern das Schulgelände verlassen. Das Formblatt hierfür erhalten sie über die entsprechende Klassenlehrerin bzw. Klassenlehrer. Schülerinnen und Schüler müssen ihren Schülerausweis und die Einverständniserklärung während der Mittagspause bei sich tragen und diesen unaufgefordert Lehrpersonen zeigen.